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<title>Geldwechsler</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Geldwechsler</span></h1>
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<p><b>Geldwechsler</b> ist ein mit dem Aufkommen von <a href="M%C3%BCnze" title="Münze">Münzen</a> von alters her bekannter kaufmännischer <a href="Beruf" title="Beruf">Beruf</a>. Wie der Name sagt, tauscht der Anbieter gegen <a href="Entgelt" title="Entgelt">Entgelt</a> fremde <a href="Zahlungsmittel" title="Zahlungsmittel">Zahlungsmittel</a> in orts- oder landesübliches <a href="Geld" title="Geld">Geld</a> um. In den Industriestaaten erledigen inzwischen <a href="Wechselstube" title="Wechselstube">Wechselstuben</a> und <a href="Geldwechselautomat" title="Geldwechselautomat">Geldwechselautomaten</a> solche Geschäfte mit Kunden. Die Entwicklung der Geldwechsler ist eng mit der Münz- und Geldgeschichte verbunden. Eine Blütezeit ist im Mittelalter bekannt. Im Geldwechslerwesen, das seinen Tätigkeitsbereich unter anderem auf Kreditgeschäfte ausweitete, liegen die Ursprünge der modernen <a href="Kreditinstitut" title="Kreditinstitut">Kreditinstitute</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschäftsabwicklung"><span id="Gesch.C3.A4ftsabwicklung"></span>Geschäftsabwicklung</h2></div>
<p>Das Ausüben der Geschäfte erforderte früher wie heute das Bereithalten sowohl von verschiedenen gängigen Münzsorten für die Kunden als auch gegebenenfalls von Barren in <a href="Gold" title="Gold">Gold</a> oder <a href="Silber" title="Silber">Silber</a>. Das Hauptgeschäft des Geldwechslers bestand und besteht im Umrechnen von Kursen, verbunden mit dem anschließenden Abzählen von Geld zur Hereinnahme in seinen oder der Aushändigung aus seinem Bestand.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kenntnisse_und_Fertigkeiten">Kenntnisse und Fertigkeiten</h3></div>
<p>Der Geldwechsler in historischer Zeit benötigte eine ausgezeichnete Kenntnis über den <a href="Feingehalt" title="Feingehalt">Feingehalt</a> von Gold- und Silbermünzen und die Echtheit der Stücke. Dazu war eine mehrjährige Erfahrung erforderlich, um sofort beim Wechselgeschäft über dessen Vornahme entscheiden zu können. Im Idealfall genügte in früherer Zeit sein Augenschein, gegebenenfalls musste er jedoch eine <a href="Waage" title="Waage">Waage</a> zu Hilfe nehmen. <a href="Kopfrechnen" title="Kopfrechnen">Kopfrechnen</a> war gefragt, wenn er die eine Währung in die Stücke einer anderen umzurechnen hatte, da viele Währungen noch nicht über ein <a href="Dezimalsystem" title="Dezimalsystem">Dezimalsystem</a> verfügten.
</p><p>Ein Geldwechsler musste ferner mit einer einfachen <a href="Buchf%C3%BChrung" title="Buchführung">Buchführung</a> vertraut sein. Eine Kernaufgabe war bei Messeveranstaltungen das Entgegennehmen von Einlagen anreisender Kaufleute für die Dauer des Aufenthalts. Die Einlage wurde in den Büchern des Geldwechslers vermerkt und verringerte sich durch Einkäufe von Waren, die dem Verkäufer als Einlage erwuchsen. Am Schluss erhielt der Einleger nur den Saldo aus den für ihn gemachten Eintragungen in Währung wieder zurück.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Führen von Geschäftsbüchern weitete sich aus, als Geldwechsler sowohl zur Kreditgewährung übergingen als auch „Wechselbriefe“ an Geschäftsfreunde in anderen Regionen anfertigten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ausstattung">Ausstattung</h3></div>
<p>Ursprünglich reichte für einen einfachen Geschäftsbetrieb ein Tisch aus, auf dem der Kaufmann seine Münzsorten platzierte. Die Geschäfte wurden im Freien abgewickelt. Später entstanden dann mit dem Aufkommen von <a href="Gilde_(Kaufleute)" class="mw-redirect" title="Gilde (Kaufleute)">Gilden</a> feste Plätze, an denen mehrere Geldwechsler anzutreffen waren, und schließlich als eigener Geschäftsraum die Wechselstube.
Ihre Einrichtung war zunächst spärlich, wie aus einem Bericht über <a href="Jakob_Meyer_zum_Hasen" title="Jakob Meyer zum Hasen">Jakob Meyer zum Hasens</a> Wechselstube im Jahr 1503 hervorgeht: ein Wechseltisch, Schreibzeug und ein weiterer Tisch. Der Raum wurde schließlich zum Inbegriff für die Geldwechselbranche schlechthin. In den Baulichkeiten des Kaufmanns boten feuer- und einbruchssichere Gewölbe einen Schutz vor Gefahren.
</p><p>Geldwechslern, die zu Zahlungen nicht mehr im Stande waren, wurde in Italien der Tisch zerschlagen („banca rotta“), woran das eingedeutschte Wort <i><a href="Bankrott" title="Bankrott">Bankrott</a></i> erinnert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Unseriöses_Geschäftsgebaren"><span id="Unseri.C3.B6ses_Gesch.C3.A4ftsgebaren"></span>Unseriöses Geschäftsgebaren</h3></div>
<p>Über Methoden <a href="Schwarzes_Schaf" title="Schwarzes Schaf">schwarzer Schafe</a> unter den Geldwechslern wird im <i>Libellus Sancti Jacobi</i>, einer Schrift aus dem 12. Jahrhundert, berichtet. Als unredliche Tätigkeiten werden beispielsweise geschildert
</p>
<ul><li>der Gebrauch zweierlei Waagen für den An- und Verkauf</li>
<li>teurer Verkauf eigener Münzen, billiger Ankauf des Geldes von Kunden</li>
<li>Bestreiten der Echtheit ihm angebotener Gold- oder Silbermünzen</li>
<li><a href="Beschneidung_(Numismatik)" title="Beschneidung (Numismatik)">Beschneiden</a> größerer Geldstücke</li>
<li>schwerere Münzen dem Kunden als wertvoller zu verkaufen.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Antike">Antike</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Griechenland">Griechenland</h4></div>
<p>Der Geldwechsel lag im <a href="Hellenismus" title="Hellenismus">Hellenismus</a> wie das Bankwesen insgesamt in den Händen des Staates. Im alten Griechenland dienten Banken neben dem Geldwechsel zur vorübergehenden sicheren Aufbewahrung von Bargeld sowie zur bequemen und kostenlosen Übermittlung von Münzen an fremde Plätze. Die Namen und der Geschäftsbetrieb der athenischen Bankinstitute sind durch verschiedene gerichtliche Reden des <a href="Isokrates" title="Isokrates">Isokrates</a> und des <a href="Demosthenes" title="Demosthenes">Demosthenes</a> überliefert.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Reisende oder Kaufleute, die in der Fremde erworbene Waren oder Dienstleistungen bezahlen wollten, waren vor die Situation gestellt, ihr mitgeführtes eigenes Geld gegen ein vor Ort anerkanntes Zahlungsmittel einzutauschen. Diesen Bedarf stillten Geldwechsler. Sie schätzten jede angebotene Münze nach Art, Abnutzung, Beschädigung und Echtheit ein und gaben im Gegenzug lokales Geld dafür.
</p><p>Viele griechische Städte produzierten eigenes Geld und verwendeten unterschiedliche Bilder für die Münzen, beispielsweise prangte als Merkmal athenischer Herkunft die Eule auf deren Münzen. Alle Münzen des Altertums sind Prägungen von Hand und gleichen einander nicht lückenlos. In <a href="Athen" title="Athen">Athen</a> mit seinen Handelsbeziehungen nach allen Teilen Griechenlands, <a href="Kleinasien" title="Kleinasien">Kleinasiens</a> und des <a href="Orient" title="Orient">Orients</a> waren Geldwechsler mit Münzen verschiedener Länder und Städte befasst.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Geld gewechselt wurde schon im Hafen von <a href="Pir%C3%A4us" title="Piräus">Piräus</a>.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Abgeleitet von der Form ihrer Geldtische, wurden die Wechsler <i>Trapezitae</i> genannt.
</p><p>Schon im 4. Jahrhundert v. Chr. fand nach wissenschaftlicher Meinung ein Übergang vom Geldwechsler, der sich auf Münzprüfung und Geldumtausch konzentrierte, zum Bankier – der naturgemäß noch nicht mit einem heutigen vergleichbar ist – statt. Letzterer nahm nun auch Einlagen entgegen. Im 2. Jahrhundert v. Chr. gab es bereits Kreditgewährung gegen Zinsen und Geldvorschüsse der Bankiers an Kunden bei Auktionen.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Römisches_Reich"><span id="R.C3.B6misches_Reich"></span>Römisches Reich</h4></div>
<p>Als <a href="Nummularius" title="Nummularius">Nummularius</a> wurden Münzprüfer bezeichnet, doch wurde der Begriff auch für Geldwechsler verwendet. Im ersten Jahrhundert waren sie Straßenhändler mit einem Bauchladen, auf dem Münzen klapperten, um Kunden anzulocken. Sie wechselten ältere Münzen zum Materialwert gegen neues Geld.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im 2. Jahrhundert nach Chr. gingen die Händler zur Kredithingabe und zur Entgegennahme von Einlagen über. Geldwechsler und Geldverleiher hatten auf dem <a href="Forum_Romanum" title="Forum Romanum">Forum Romanum</a> in Rom Geschäftslokale.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Geldwechsler prüfte, ob das Geldstück tatsächlich aus Gold oder Silber war, das Bildnis eines Herrschers trug, der eine Münzstätte unterhalten durfte, achtete auf Münzzeichen und kontrollierte Größe und Gewicht. Das Geschäftsgebaren der Geldwechsler wurde vom <a href="Praefectus_urbi" title="Praefectus urbi">praefectus urbi</a> überwacht. Auf dem Forum wurde als Berufsbezeichnung der Wechsler auch <i>argentarii</i> verwendet.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Geschäft der Wechsler scheint gewinnbringend gewesen zu sein, stifteten sie doch gemeinsam mit <a href="Ochsenh%C3%A4ndler" class="mw-redirect" title="Ochsenhändler">Ochsenhändlern</a> im Jahr 204 dem Kaiser <a href="Septimius_Severus" title="Septimius Severus">Septimius Severus</a> und seiner Familie zu Ehren einen <a href="Bogen_(Architektur)" title="Bogen (Architektur)">Bogen</a>, den heute an der Kirche <a href="San_Giorgio_in_Velabro" title="San Giorgio in Velabro">San Giorgio in Velabro</a> zu sehenden <i>Arco degli Argentari</i>.
</p><p>Im Jahr 260 weigerten sich in Ägypten Geldwechsler im Oxyrhynchos-Gau, in Feingehalt und Gewicht reduzierte römische Münzen anzunehmen, und schlossen ihre Wechslertische. Durch Strafandrohung wurden sie daraufhin gezwungen, ihre Dienstleistung wieder anzubieten und künftig alle Münzen mit Ausnahme von Fehlprägungen oder Fälschungen in andere Geldsorten zu wechseln.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Sarkophag" title="Sarkophag">Sarkophag</a>-Inschriften aus <a href="Korykos" title="Korykos">Korykos</a> in <a href="Kilikien" title="Kilikien">Kilikien</a> beweisen, dass es dort Geldwechsler gab. In der Spätantike übten sie für das Wirtschaftsleben in einer Stadt eine wichtige Funktion aus.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Jerusalem">Jerusalem</h4></div>

<p>Von allen vier christlichen <a href="Evangelist_(Neues_Testament)" title="Evangelist (Neues Testament)">Evangelisten</a> werden Geldwechsler in einer <a href="Biblische_Erz%C3%A4hlung" title="Biblische Erzählung">biblischen Erzählung</a> erwähnt. <a href="Jesus_von_Nazaret" title="Jesus von Nazaret">Jesus von Nazaret</a> warf nach ihrer Überlieferung im <a href="Neues_Testament" title="Neues Testament">Neuen Testament</a> bei der <a href="Tempelreinigung" title="Tempelreinigung">Tempelreinigung</a> in <a href="Jerusalem" title="Jerusalem">Jerusalem</a> die Wechseltische um und vertrieb die Geldwechsler zusammen mit den Händlern von Opfertieren mit einer <a href="Peitsche" title="Peitsche">Geißel</a> aus dem <a href="Sakralbau" title="Sakralbau">Sakralbau</a>.
</p><p>Geldwechsler waren im Tempelbezirk anzutreffen, weil die Pilger aus den verschiedenen Ländern oder Landesteilen mit ihrer heimischen Währung dort ankamen. Ihr Geld musste nun in den „Schekel des Heiligtums“ gewechselt werden, der einzig zugelassenen Währung im <a href="Jerusalemer_Tempel" title="Jerusalemer Tempel">Jerusalemer Tempel</a>, mit der Opfertiere erworben werden konnten, der Erwerb der Opfertiere vor Ort war nötig, da diese laut <a href="Tora" title="Tora">Tora</a> makellos sein müssen. Außerdem konnten die Juden bei den Geldwechslern die <a href="Tempelsteuer" title="Tempelsteuer">Tempelsteuer</a> entrichten, die ebenfalls nur mit dieser Tempelwährung, einer in <a href="Tyros" title="Tyros">Tyros</a> geprägten silbernen <a href="Griechische_Drachme" title="Griechische Drachme">Tetradrachme</a>, abgegolten werden konnte. Andere Währungen, etwa römische Kupfermünzen, galten als unrein und wurden nicht akzeptiert. Die Geldwechsler waren <a href="Personal" title="Personal">Personal</a> des Tempels.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mittelalter">Mittelalter</h3></div>
<p>Den Bedarf zum Umtausch von Geldstücken gab es ungebrochen in allen Jahrhunderten. So waren im Bereich der <a href="Wolgabulgaren" title="Wolgabulgaren">Wolgabulgaren</a> im Jahr 922 Geldwechsler tätig, wie aus einem Reisebericht hervorgeht.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In <a href="Palermo" title="Palermo">Palermo</a> sind Geldwechsler im 10. Jahrhundert anzutreffen. Aus der Geschichte <a href="Bremen" title="Bremen">Bremens</a> ist bekannt, dass Erzbischof <a href="Adaldag" title="Adaldag">Adaldag</a> im Jahr 966 eine <a href="Wechselstube" title="Wechselstube">Wechselstube</a> errichtete.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Oberitalien_und_Frankreich">Oberitalien und Frankreich</h4></div>
<p>Der Geldwechsel kam im Mittelalter im <a href="Abendland" title="Abendland">Abendland</a> zuerst in Italien zu neuer Blüte, wo die enorme Anzahl einzelner Münzherrschaften, die unvollkommene Ausprägung der Münzen, häufige Änderungen im <a href="M%C3%BCnzfu%C3%9F" title="Münzfuß">Münzfuß</a> und Münzfälschungen ihm großen Vorschub leisteten. In den oberitalienischen Metropolen Genua, Mailand oder Venedig und andernorts setzten sich Geldwechsler an Wechseltische und boten den Münzumtausch an. Italiener, in großer Anzahl <a href="Lombarden_(Bankiers)" title="Lombarden (Bankiers)">Lombarden</a>, waren es, die im 12. Jahrhundert neben <a href="Juden" title="Juden">Juden</a> den Geschäftszweig in die meisten übrigen europäischen Staaten einführten und dort pflegten.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ab dem 12. Jahrhundert begannen Geldwechsler auch Kredite anzubieten, die sich zunächst vor allem an Überseehändler richteten.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In <a href="Perugia" title="Perugia">Perugia</a> erinnert das „Collegio del Cambio“ an den früheren Aufenthaltsort der Geldwechsler. Mit der Zeit wurden im Sprachgebrauch statt Geld-<i>Tischen</i> Geld-<i>Bänke</i> üblich.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Stadt <a href="Cahors" title="Cahors">Cahors</a> war in dieser Zeit Hauptsitz der südfranzösischen Geldwechsler. Zum einen lag dies an ihrer Lage als Handelsstadt am <a href="Jakobsweg" title="Jakobsweg">Jakobsweg</a>, wo Pilger Geld umtauschten, um sich versorgen zu können. Zum anderen hatte sich der Bischof wegen des <a href="Albigenserkreuzzug" title="Albigenserkreuzzug">Albigenserkreuzzugs</a> verschulden müssen, und seine Gläubiger aus dem <a href="Piemont" title="Piemont">Piemont</a> und der Lombardei hatten sich vor Ort angesiedelt.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Kaufleute knüpften dann weitere Verbindungen zu anderen Handelsplätzen. In Paris nahmen die Geldwechsler im Jahr 1411 auf eine Anordnung von König <a href="Ludwig_VII._(Frankreich)" title="Ludwig VII. (Frankreich)">Ludwig&nbsp;VII.</a> hin ihren Sitz auf einer Brücke, die sich als <i><a href="Pont_au_Change" title="Pont au Change">Pont au Change</a></i> einen Namen machte.
</p><p>Geldwechsler treten im Mittelalter unter verschiedenen Bezeichnungen in Erscheinung. Die einen nennen sie „campsores“ (von deren „Bänken“ der Name Bankier abgeleitet wird, während andere ihn auf „banco“, Haufe, einen älteren italienischen Ausdruck für eine Zwangsanleihe, zurückführen). Andere verwendeten den Begriff „banchieri“ für diese professionellen Händler. In Westeuropa bürgerte sich die ursprünglich von der landsmannschaftlichen Herkunft abgeleitete Benennung „Lombarden“ für Geldwechsler ein, selbst wenn sie keinerlei Bezug mehr zur <a href="Lombardei" title="Lombardei">Lombardei</a> hatten. Diese Herkunftscharakterisierung färbte zum Begriff „Lamparter“ ab. Auf die Stadt Cahors, aus der die Geldwechsler in deutsche Orte aufgebrochen waren, gehen die Bezeichnungen „Cahorsiner“, „Kavariner“, „Kawersiner“ oder „Kawerschen“ zurück.
</p><p>Sie machten ihre Geschäfte vorwiegend an Handelsplätzen, die meist auch regelmäßige <a href="Messe_(Wirtschaft)" title="Messe (Wirtschaft)">Messen</a> abhielten. Auf einem größeren Tisch breiteten die Geldwechsler verschiedene Münzsorten aus, und wenn sie sich mit ihrem Kunden einig waren, wechselte die gewünschte Währung ihren Besitzer. Statt vieler Münzen brachten Kaufleute manchmal auch einen Gold- oder Silberbarren zum Eintausch in Landeswährung zum Geldwechsler mit. Dies bewirkte einen Einstieg in den Edelmetallhandel, denn eine <a href="M%C3%BCnzpr%C3%A4geanstalt" title="Münzprägeanstalt">Prägestätte</a> konnte nach dem Einschmelzen daraus wieder Münzen produzieren. So wurden gelegentlich auch Gold- und Silberschmiede nebenberuflich Geldwechsler, die eingeschmolzenes Geld der Prägestätte andienten oder gegebenenfalls sogar Schmuckstücke anfertigen konnten.
</p>

<p>Die Geldwechsler verfügten oftmals über gut abgesicherte Räumlichkeiten, um ihr Vermögen vor Einbruch und Raub zu schützen. Andere Stadtbewohner vertrauten daher ihr Geld nach und nach einem vertrauenswürdigen Mitbürger aus der Zunft der Geldwechsler zur Aufbewahrung an und erhielten von ihm eine Quittung über den Betrag. Ausgestellte Quittungen von Geldwechslern hatten für Räuber, die auf mittelalterlichen Wegen lauerten und Reisende um ihr Bargeld erleichterten, keinen Wert. Daher kamen im 13. Jahrhundert solche „Wechselbrief“ genannten Anweisungen an befreundete oder verwandte Geldwechsler im In- oder Ausland auf, eine bestimmte Geldsumme dem namentlich erwähnten Empfänger auszuhändigen. Die Geldwechsler selbst glichen dann bei Gelegenheit ihre gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten mit Bargeld aus. Im Mittelalter konnten Frauen beruflich als Geldwechslerinnen Geschäfte tätigen, wie aus regionalen Dokumenten hervorgeht.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im <a href="Sp%C3%A4tmittelalter" title="Spätmittelalter">Spätmittelalter</a> hatten spezialisierte Märkte und Messen im Wirtschaftsleben eine hohe Bedeutung, ausgehend von <a href="Champagnemesse" title="Champagnemesse">Jahrmärkten in der Champagne</a>. Das Entgelt für die Warengeschäfte der Kaufleute wurde durch unbare Verrechnung in den Büchern von örtlichen Geldwechslern, bei dem Bargeld oder der Wert in einem Wechselbrief vom Kaufmann zum Ankaufskurs der fremden Währung deponiert worden war, reguliert. Der Wechselbrief beinhaltete anfangs die <a href="Absichtserkl%C3%A4rung" title="Absichtserklärung">Absichtserklärung</a> seines Verfassers, den erhaltenen Geldbetrag andernorts in einer dort üblichen Währung auszuzahlen. Doch dieser „Wechsel“ wandelte sich mit der Zeit zur <a href="Zahlungsanweisung" class="mw-redirect" title="Zahlungsanweisung">Zahlungsanweisung</a> an einen <a href="Korrespondenz" title="Korrespondenz">korrespondierenden</a> Geldwechsler, den angegebenen Betrag auf Rechnung des Ausstellers an den Vorleger des Papiers auszuhändigen.
</p><p>In der Bevölkerung wurde Geldwechslern häufig <a href="Wucher" title="Wucher">Wucher</a> nachgesagt, und ihr Vermögen ließ Neid reifen. Es kam daher zeitweise auch zu Verfolgungen. In Frankreich sind auf kirchliches Bemühen hin in den Jahren 1269, 1274 und 1285 Vertreibungen vorgekommen.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Jahr 1306 ließ König <a href="Philipp_IV._(Frankreich)" title="Philipp IV. (Frankreich)">Philipp der Schöne</a> die Juden aus seinem Lande weisen, in den Jahren 1309 bis 1311 traf es lombardische Geldwechsler. Ihre Vermögenswerte wurden zu Gunsten der Krone verwertet, doch waren die Finanznöte im <a href="Haushaltsplan" title="Haushaltsplan">Staatsetat</a> mit der Maßnahme nur verringert.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Heiliges_Römisches_Reich"><span id="Heiliges_R.C3.B6misches_Reich"></span>Heiliges Römisches Reich</h4></div>

<p>War das <a href="M%C3%BCnzregal" title="Münzregal">Münzregal</a> ursprünglich noch dem Kaiser vorbehalten, kam es im Laufe der Zeit –&nbsp;auch aus finanziellen Nöten des Regenten&nbsp;– immer mehr zur Abtretung des <a href="M%C3%BCnzrecht" title="Münzrecht">Münzrechts</a> an die <a href="Herrschaft_(Territorium)" title="Herrschaft (Territorium)">Landesherren</a> oder an die <a href="Freie_und_Reichsst%C3%A4dte" title="Freie und Reichsstädte">Freien und Reichsstädte</a> des <a href="Heiliges_R%C3%B6misches_Reich" title="Heiliges Römisches Reich">Heiligen Römischen Reiches</a>. In der Mitte des 13. Jahrhunderts existierten über 500 Prägestätten, die ihre eigenen Münzen mit unterschiedlichem Gewicht und Wert als regional gültige Zahlungsmittel ausgaben. Geldwechsler wurden so eine Notwendigkeit und verdienten ebenso am unterschiedlichen <a href="Wechselkurs" title="Wechselkurs">Wechselkurs</a> der Münzen wie die <a href="M%C3%BCnzherr" title="Münzherr">Münzherren</a>. Da beispielsweise die Stadt Metz mit zwei Prozent am Umsatz eines Geldwechslers in ihren Mauern partizipierte, liegt eine höhere Verdienstspanne in dem Metier auf der Hand. Es gibt Schilderungen, dass Geldwechsler zu den reichen Leuten in einer Stadt zählten, so etwa im Prag des Jahres 1090.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Viele gelangten in diesem Gewerbe zu einem großen Vermögen,<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> teils durch die „Gestaltung“ des Wechselkurses bei An- und Verkauf von Münzen, teils durch hohe Zinsen beim <a href="Kredit" title="Kredit">Geldverleih</a>. Der Zürcher <a href="Richtebrief" title="Richtebrief">Richtebrief</a> von 1304 gibt etwa den <a href="Zinssatz" title="Zinssatz">Zinssatz</a> für einen Wochenkredit mit maximal 43 Prozent an. In Zürich waren lombardische Geldwechsler und <a href="Kredit#Kreditgeber" title="Kredit">Geldverleiher</a> von 1357 bis 1429 im <a href="Brunnenturm_(Z%C3%BCrich)" title="Brunnenturm (Zürich)">Kawertschenturm</a> ansässig. In der Stadt <a href="Basel" title="Basel">Basel</a> wurde mit <a href="Jakob_Meyer_zum_Hasen" title="Jakob Meyer zum Hasen">Jakob Meyer zum Hasen</a> im Jahr 1516 ein Geldwechsler Bürgermeister.
</p><p>Es gab Wechsler, die als <a href="M%C3%BCnzmeister" title="Münzmeister">Münzmeister</a> in ihrer Prägestätte im Auftrag des Landesherrn regional gültige Währung herstellten. Geldwechsler konnten gegebenenfalls auch Mitglied einer sogenannten <a href="Hausgenossenschaft_(M%C3%BCnzwesen)" title="Hausgenossenschaft (Münzwesen)">Hausgenossenschaft</a> sein, die Münzen herstellte.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Traten ursprünglich nur Fremde und <a href="Juden" title="Juden">Juden</a> als Geldwechsler und/oder Geldverleiher in Erscheinung, änderte sich dies im <a href="Sp%C3%A4tmittelalter" title="Spätmittelalter">Spätmittelalter</a>. Zunächst heimlich, später zunehmend offiziell wurden auch <a href="Christen" class="mw-redirect" title="Christen">Christen</a> in diesem Gewerbe nach Lockerung des <a href="Zinsverbot" title="Zinsverbot">Zinsverbots</a> von der <a href="Katholische_Kirche" class="mw-redirect" title="Katholische Kirche">katholischen Kirche</a> geduldet, darunter <a href="B%C3%BCrger#Mittelalter" title="Bürger">Bürger</a> und hohe <a href="Liste_religi%C3%B6ser_Amts-_und_Funktionsbezeichnungen#Geistlicher" title="Liste religiöser Amts- und Funktionsbezeichnungen">Geistliche</a>.<sup id="cite_ref-Backhaus_20_25-0" class="reference"><a href="#cite_note-Backhaus_20-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Beispiele dafür sind die <a href="Fugger" title="Fugger">Fugger</a> im süddeutschen Raum und die <a href="Ritterschaft" title="Ritterschaft">Ritterschaft</a> in der <a href="Mark_Brandenburg" title="Mark Brandenburg">Mark Brandenburg</a>.<sup id="cite_ref-Backhaus_20_25-1" class="reference"><a href="#cite_note-Backhaus_20-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese waren bestrebt, ihrer jüdischen Konkurrenz das einträgliche Geschäft abzunehmen. Aber nicht nur finanzielle, sondern auch politische und religiöse Ursachen schwächten die Position der Juden als <a href="Judenregal" title="Judenregal">Schutzbefohlene</a> der Landesherren.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie wurden aus fast allen Reichsstädten und vielen landesherrlichen Territorien und Städten des Heiligen Römischen Reiches vertrieben.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Mecklenburg und Brandenburg gingen der Vertreibung <a href="Judenpogrom" title="Judenpogrom">Judenpogrome</a> voraus.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch im <a href="Geschichte_%C3%96sterreichs#Herzogtum_Österreich_unter_den_Habsburgern_(1282–1452)" title="Geschichte Österreichs">Herzogtum Österreich</a> kamen 1421 gewaltsame Judenvertreibungen vor („<a href="Wiener_Gesera" title="Wiener Gesera">Wiener Gesera</a>“), 1496 stimmte <a href="Maximilian_I._(HRR)" title="Maximilian I. (HRR)">Maximilian&nbsp;I.</a> gegen eine Geldsumme der Stände ihrer Vertreibung aus der <a href="Geschichte_der_Steiermark" title="Geschichte der Steiermark">Steiermark</a> zu. In Kärnten, Krain und Salzburg erging es jüdischen Bewohnern ebenso, bis im Jahr 1518 der Kaiser einen Sinneswandel vollzog.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Siehe auch: <a href="Geldjuden" class="mw-redirect" title="Geldjuden">Geldjuden</a></i>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Kirchliche_Einflüsse_und_Geldströme"><span id="Kirchliche_Einfl.C3.BCsse_und_Geldstr.C3.B6me"></span>Kirchliche Einflüsse und Geldströme</h4></div>

<p>Das Aufkommen von Geldwechslern wurde im Mittelalter nicht nur durch den Bedarf im Warenhandel, sondern auf Umwegen auch von Päpsten gefördert. Ihre beiden Maßnahmen, <a href="Zinswucher" title="Zinswucher">Zinswucher</a> zu verdammen, und Aufrufe zu <a href="Kreuzzug" title="Kreuzzug">Kreuzzügen</a> ins <a href="Pal%C3%A4stina_(Region)" title="Palästina (Region)">Heilige Land</a> wirkten sich hier aus, hinzu kam ein steigender Geldbedarf des <a href="Heiliger_Stuhl" title="Heiliger Stuhl">Heiligen Stuhls</a>.
</p><p>Die römisch-katholische Kirche hatte ihren Gläubigen unter Berufung auf die <a href="Bibel" title="Bibel">Bibel</a> untersagt, Zinsen auf Kapital zu verlangen. Damit sollten <a href="Wucher" title="Wucher">Wuchergeschäfte</a> verhindert werden. Dieses Zinsverbot führte nun dazu, dass man bestimmte Geldgeschäfte nur mit Fremden oder den Juden machen konnte, die von den Strafandrohungen der Kirche nicht berührt waren.
</p><p>Die zunächst harte Haltung der Kirche wurde nach und nach gelockert. Für die eigenen Zahlungsströme kirchlicher Gelder zum Papst nach Rom beziehungsweise Avignon musste sie sich schließlich ebenfalls des existierenden Netzes der Geldwechsler bedienen. Die von der Kurie beauftragten separaten <a href="Kollektor_(Kirche)" title="Kollektor (Kirche)">Kollektoren</a> und die Verbindungen des <a href="Templerorden" title="Templerorden">Templerordens</a> waren zur Bewältigung des gestiegenen päpstlichen Kapitalverkehrs nur mehr eingeschränkt brauchbar.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In Rom waren an den Papst herangetragene Anliegen, wie Bestätigungen über Besitzungen, Ehrungen oder Rechte und auch Schiedssprüche in Streitangelegenheiten, mit Kosten verbunden, die Anfragende in ihrer Landeswährung beglichen. Die päpstliche Kanzlei dürfte bereits zur Mitte des 12. Jahrhunderts mutmaßlich über eine Wechselstube für die Umrechnung der Entgeltansprüche verfügt haben.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ein weiteres Element, das die Notwendigkeit von Geldwechslern vor Augen führte, waren die Kreuzzüge. Die Heere, die sich aus dem Land versorgen mussten, erbeuteten Lebensmittel nicht allein mit Gewalt, sondern kauften auch Waren in den durchquerten Ländern mit eigenem oder bei Besiegten geplündertem Geld. So ist beispielsweise bekannt, dass sich Kreuzfahrer nach der <a href="Schlacht_bei_Iconium" title="Schlacht bei Iconium">Schlacht bei Iconium</a> auf einem Markt am 23. Mai 1190 mit benötigten Gegenständen versorgten. Mitgebrachte Kriegsbeute in klingender Münze konnten Heimkehrer vom Kreuzzug beim Geldwechsler in vertraute heimische Währung umtauschen.
</p><p>Die <a href="Pilger" title="Pilger">Pilger</a> nach Santiago de Compostela verschafften nicht nur der dortigen Zunft von Geldwechslern eine sprudelnde Einnahmequelle,<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sondern auch ihren Kollegen in Orten auf den dorthin und zurück führenden <a href="Jakobsweg" title="Jakobsweg">Jakobswegen</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Greshamsches_Gesetz">Greshamsches Gesetz</h4></div>
<p>Ihre Fachkenntnis befähigte die Geldwechsler naturgemäß auch, im Edelmetallgehalt wertvollere Münzen zu horten und die „minderwertigen“ beim Wechselgeschäft in Umlauf zu geben. Sie verkauften Geldstücke mit höherem Edelmetallgehalt in ein anderes Land, wenn der zu erwartende Gewinn die Kosten für Transport, Einschmelzen, Verkauf und Risiko deckte oder überstieg. Der Mechanismus, dass qualitativ schlechteres Geld das gute Geld aus dem Umlauf verdrängt, ist als <a href="Greshamsches_Gesetz" title="Greshamsches Gesetz">Greshamsches Gesetz</a> bekannt geworden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Neuzeit">Neuzeit</h3></div>
<p>Geldwechsler und Wechselstuben waren unverändert Orte, bei denen gegen eine Gebühr Auskünfte über den absoluten und relativen Wert verschiedener Münzen erhältlich waren oder wo Münzen umgetauscht werden konnten. Manche Geldwechsler nahmen es mit ihrer Vertrauenswürdigkeit indessen nicht so genau. Sie taten sich schwer, weil es eine Vielzahl unterschiedlicher Münzen gab, deren realer Wert erst nach näherer Untersuchung erkennbar war. Gerade in der <a href="Kipper-_und_Wipperzeit" title="Kipper- und Wipperzeit">Kipper- und Wipperzeit</a> kamen immer öfter minderwertige Münzen im Umlauf, bei denen der auf ihnen angegebene Betrag stark vom tatsächlichen Wert des Edelmetalls abwich, aus dem sie hergestellt worden waren.
</p><p>Die Errichtung der <a href="Amsterdamer_Wechselbank" title="Amsterdamer Wechselbank">Amsterdamer Wechselbank</a> im Jahr 1609 markierte einen Einschnitt in das Geschäft der Geldwechsler, da sie für Einzahlungen von Münzsorten aus aller Herren Ländern einen <i>Bankgulden</i> als feste Größe anbot und die Möglichkeit bargeldloser Zahlung eröffnete. In der Neuzeit konnten sich andererseits Geldwechsler zu Bankiers entwickeln. Man sieht dies an Beispielen wie
</p>
<ul><li>dem <a href="Rothschild_(Familie)" title="Rothschild (Familie)">Haus Rothschild</a>. Der Stammvater einer großen Bankiersdynastie war <a href="Mayer_Amschel_Rothschild" title="Mayer Amschel Rothschild">Mayer Amschel Rothschild</a>, der in der Frankfurter Judengasse Umsätze mit einem kleinen Textilhandel erzielte und sich gleichzeitig als Geldwechsler betätigte. Mit 22 Jahren gründete er 1766 das Bankhaus Rothschild.</li>
<li>dem <a href="M.M.Warburg_%26_CO" class="mw-redirect" title="M.M.Warburg &amp; CO">Bankhaus Warburg</a>. Seit 1863 führte das Familienunternehmen nicht mehr die Bezeichnung „Geldwechsler“, sondern „Bankiers“.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Bis in das 19. Jahrhundert hinein sorgten Geldwechsler für das Florieren des Zahlungsverkehrs. In der Handelsstadt Köln war in den 1820er Jahren vorwiegend französisches Geld in Umlauf. 1822 verfügte die Stadt daher über 14 Geldwechsler und lediglich zwei Bankiers, die Herren Herstatt und <a href="Abraham_Schaaffhausen" title="Abraham Schaaffhausen">Schaaffhausen</a>.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Sondersituationen können eigene Lösungen beim Geldumtausch erzwingen. So betätigte sich <a href="Pierre_Seel" title="Pierre Seel">Pierre Seel</a> im <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> in zwischen Belgrad und Saloniki verkehrenden Zügen als Geldwechsler im Dienst der deutschen <a href="Reichsbank" title="Reichsbank">Reichsbank</a>.
</p><p>In Ländern mit nicht frei konvertierbaren Währungen (<a href="Binnenw%C3%A4hrung" title="Binnenwährung">Binnenwährung</a>), wie dies im ehemaligen Ostblock oftmals der Fall war, führten private illegale Geldwechselgeschäfte als Schwarzmarktgeschäfte durch. Nutzen war für die Geldwechsler der Zugang zu Devisen, für den Kunden der billigere Kauf der Landeswährung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gegenwart">Gegenwart</h3></div>

<p>In den westlichen Industriestaaten und in touristischen Zentren haben in der Gegenwart <a href="Wechselstube" title="Wechselstube">Wechselstuben</a> die Geschäfte einzelner Geldwechsler verdrängt. Vereinzelt gab und gibt es aber Gebiete, in denen auch heute noch dieser Berufsstand anzutreffen ist. Ein Beispiel liefert die nebenstehende Abbildung.
</p><p>In Indien bieten in einigen Städten Geldwechsler ihre Tauschgeschäfte auf den Straßen an.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Helmut Kahnt: <i>Das große Münzlexikon von A bis Z.</i> Gietl u.&nbsp;a., Regenstauf u.&nbsp;a. 2005, ISBN 3-924861-84-6.</li>
<li>Elisabeth Nau: <i>Epochen der Geldgeschichte.</i> Kohlhammer, Stuttgart u.&nbsp;a. 1972, ISBN 3-17-210101-0.</li>
<li>Wolfram Weimer: <i>Geschichte des Geldes. Eine Chronik mit Bildern.</i> Lizenzausgabe. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-518-38807-X (<i>Suhrkamp-Taschenbuch</i> 2307).</li>
<li>Peter Spufford: <i>Handbook of Medieval Exchange.</i> <a href="Boydell_%26_Brewer" title="Boydell &amp; Brewer">Boydell &amp; Brewer</a> u.&nbsp;a., London 1986, ISBN 0-86193-105-X (<i>Royal Historical Society Guides and Handbooks</i> 13; englisch).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Money_changers?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Geldwechsler</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.museoferias.net/aleman.htm"><i>Der Geldwechsel und das Geldgeschäft</i></a> Jahrmarktmuseum in Medina del Campo</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www2.moneymuseum.com/frontend/library/texts/text.jsp;jsessionid=A0AF7C23A4B7795F1EF78402FC3109DD?id=55809"><i>Geld- und Tauschhandel im Mittelalter</i>.</a> Money Museum</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www2.moneymuseum.com/frontend/library/texts/text.jsp;jsessionid=8B904E66F07DB916655CD1E51F16EB80?id=63004"><i>Geld im Mittelalter – Als der Pfennig noch aus Silber war ...</i></a> Money Museum</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.heimat-kleve.de/geschichte/chronik/06_10.htm"><i>Lombardische Kaufleute am Niederrhein</i>.</a> Heimat Kleve</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Josef Kulischer: <i>Allgemeine Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit</i>. ISBN 3-486-41976-5, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.com/books?id=nY5JsRZ7neoC&amp;pg=PA330&amp;lpg=PA330&amp;dq=geldwechsler+im+mittelalter&amp;source=bl&amp;ots=_WBwKY0d_f&amp;sig=n2lkMoTJCPdsNcWTQzVQcV7GiJg&amp;hl=de&amp;ei=PKoKSqH1M8yQsAb08NWqCQ&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=5">S. 330</a> abgerufen am 20. Mai 2009.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Klaus Herbers, Hans-Wilhelm Klein: <i>Libellus Sancti Jacobi: Auszüge aus dem Jakobsbuch des 12. Jahrhunderts</i>. ISBN 3-8233-4008-5, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=9y6uf3ObLDYC&amp;pg=PA9&amp;lpg=PA9&amp;dq=Libellus+Sancti+Jacobi:+Ausz%C3%BCge+aus+dem+Jakobsbuch+des+12.+Jahrhunderts&amp;source=bl&amp;ots=8wqy97Li4g&amp;sig=WyuGw-rR8e91zxpy56dKKZ15tDw&amp;hl=de&amp;ei=jTctSqLwC8PD_Qbf36WGCw&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=1#PPA60,M1">S. 60</a></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.retrobibliothek.de/retrobib/schlagwort.html?werk=Meyers&amp;bandnr=2&amp;seitenr=0322&amp;wort=Banken"><i>Banken</i>.</a> In: <i><a href="Meyers_Konversations-Lexikon" title="Meyers Konversations-Lexikon">Meyers Konversations-Lexikon</a>.</i> 4.&nbsp;Auflage. Band&nbsp;2, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S.&nbsp;322.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20090828060044/http://www.staatliche-muenzsammlung.de/kidstext.html"><i>Geld und Münzen – vom Klumpen bis zum Papiergeld</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


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/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.staatliche-muenzsammlung.de%2Fkidstext.html">Originals</a></span> vom 28. August 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.staatliche-muenzsammlung.de/kidstext.html">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.staatliche-muenzsammlung.de/kidstext.html">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.staatliche-muenzsammlung.de</span> Staatliche Münzsammlung München, abgerufen am 20. Mai 2009.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Heinz-Dieter Haustein: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=A7eU_7_uIeIC&amp;pg=PA46&amp;dq=geldwechsler+M%C3%BCnze+Silber+-Wikipedia+-banco&amp;lr=&amp;as_brr=3"><i>Weltchronik des Messens</i></a>, S. 46. ISBN 3-11-017173-2, abgerufen am 20. Mai 2009.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Hans-Joachim Drexhage, Heinrich Konen, Kai Ruffing: <i>Die Wirtschaft des Römischen Reiches (1.–3. Jahrhundert)</i>. ISBN 3-05-003430-0, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=QvfHsLghlLEC&amp;pg=PA151&amp;dq=geldwechsler+M%C3%BCnze+Silber+-Wikipedia+-banco&amp;lr=&amp;as_brr=3#PPA149,M1">S. 150</a> abgerufen am 20. Mai 2009.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Christoff_Neumeister" title="Christoff Neumeister">Christoff Neumeister</a>: <i>Das antike Rom: Ein literarischer Stadtführer</i>. ISBN 3-406-42683-2, S. 44.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Frank Kolb: <i>Rom: Die Geschichte der Stadt in der Antike</i>. ISBN 3-406-46988-4, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=pencrzSc6xcC&amp;pg=PA150&amp;dq=Geldwechsler+-banco+-Jesus+r%C3%B6misch&amp;lr=&amp;as_brr=3#PPA150,M1">S. 150</a> abgerufen am 4. Juni 2009.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Frank Kolb: <i>Rom: Die Geschichte der Stadt in der Antike</i>. ISBN 3-406-46988-4, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=pencrzSc6xcC&amp;pg=PA150&amp;dq=Geldwechsler+-banco+-Jesus+r%C3%B6misch&amp;lr=&amp;as_brr=3#PPA150,M1">S. 506</a> abgerufen am 4. Juni 2009.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Hans-Joachim Drexhage, Heinrich Konen, Kai Ruffing: <i>Die Wirtschaft des Römischen Reiches (1.–3. Jahrhundert)</i>. ISBN 3-05-003430-0, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=QvfHsLghlLEC&amp;pg=PA151&amp;dq=argentarii+Geldwechsler&amp;lr=&amp;as_brr=3">S. 151</a> abgerufen am 8. Juni 2009.</span>
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<li id="cite_note-Backhaus_20-25"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Backhaus_20_25-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Backhaus_20_25-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Fritz Backhaus: <i>Die Hostienschändungsprozesse von Sternberg.</i> 1988, S. 20.</span>
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<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text">Dieter Baumgarten: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20090713020025/http://www.indiacoins.privat.t-online.de/Allgmein.htm"><i>Vorwort – Bedeutung der Numismatik – Allgemeine Entwicklung des Geldes.</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.indiacoins.privat.t-online.de%2FAllgmein.htm">Originals</a></span> vom 13. Juli 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.indiacoins.privat.t-online.de/Allgmein.htm">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.indiacoins.privat.t-online.de/Allgmein.htm">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.indiacoins.privat.t-online.de</span> Vortrag und Ausstellung vor der Deutsch-Indischen Gesellschaft e.&nbsp;V. in Berlin April 2000, abgerufen am 4. Juni 2009.</span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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